23 ene. 2013


Así trataban a nuestras madres...
So wurden unsere Mütter eingestellt...

Handbuch einer guten Ehefrau









11 Regeln, um deinen Ehemann glücklich zu machen.
Sei die Ehefrau seiner Träume.


1. Bereite ihm das Abendessen.
Plane im Voraus ein leckeres Abendessen für seine Rückkehr.
Dies ist eine Art, ihn wissen zu lassen, dass du an ihn gedacht hast und um sein Wohlergehen besorgt bist. Die meisten Männer sind sehr hungrig, wenn sie nach Hause kommen.
Bereite ihm sein Lieblingsessen.


2. Mache dich hübsch!
Ruhe fünf Minuten vor seiner Ankunft aus, damit er dich frisch und leuchtend vorfinde.
Überholen dein Make-up, bringe deine Haar in Ordnung und schaue so hübsch wie möglich für ihn aus. Denke daran, dass er einen harten Arbeitstag hinter sich hat und nur mit Arbeitskollegen Umgang hatte.

3. Zeige dich süß und interessant!
Vielleicht muss sein langweiliger Arbeitstag aufgebessert werden. Du musst alle Anstrengungen machen, um es zu erreichen.
Eine deiner Aufgaben ist es, ihn abzulenken!


4. Bringe dein Haus in Ordnung
Es muss tadellos aussehen.
Kurz bevor dein Mann nach Hause kommt, mache eine Runde durch die wichtigsten Bereiche der Wohnung. Hebe Spielzeug und Schulbücher auf, usw. Fahre mit einen Federwisch über die Tische.

5. Mache, dass er sich wie im Paradies fühlt.
Während der kalten Monate des Jahres bereite für seine Ankunft den Kamin vor. Dein Mann wird sich fühlen, als ob er in das Paradies der Ruhe und der Ordnung kommt. Dies wird auch deine Stimmung verbessern.
Denke daran, sich um seine Gemütlichkeit zu kümmern, wird auch dir enorme persönlich Zufriedenheit bescheren.

6. Bereite die Kinder vor
Kämme ihre Harre durch, wasche ihre Hánde und, falls nötig,  ziehe ihnen saubere Wäsche an. Es sind seine kleinen Lieblinge und er wird sie gerne in leuchtendem Zustand sehen.
Nehme dir einige Minuten für die Kinder.



7. Versuche Geräusche zu vermeiden zum Zeitpunkt seiner Ankunft, mache die Waschmaschine, den Trockner und den Sauger aus und versuche die Kinder ruhig zu halten. 
Denke an den Lärm, den er während seines harten Arbeitstages im Büro hat ertragen müssen.

8. Versuche glücklich auszusehen
Schenke ihm ein breites Lächeln und sei ehrlich mit deinem Wunsch, ihm zu gefallen.
Dein Glück ist die Belohnung für seine alltäglichen Anstrengungen.

9. Höre ihm zu
Es kann wohl sein, dass du ein dutzend wichtiger Sachen mit ihm zu besprechen hast, aber der Zeitpunkt seiner Ankunft ist nicht der beste, um darüber zu reden. Lass ihn vorher aussprechen, denke daran, dass seine Themen immer wichtiger als deine sind.

10. Versuche, dich in seine Schuhe zu versetzen
Beschwere dich nicht, wenn er spät nach Hause kommt, wenn er sich ohne dich vergnügt oder wenn er die ganze Nacht über nicht kommt. Versuche die Welt seiner Verpflichtungen zu verstehen.
Versuche die Welt seiner Belastungen  und seiner Verpflichtungen zu verstehen, und sein echtes Bedürfnis, zu Hause abspannen zu können.

11. Beschwere dich nicht!
Überlade ihn nicht mit unbedeutenden Problemen.
Jedes deiner Probleme ist nur eine Kleinigkeit, verglichen mit denen, die er zu bewältigen hatte.


Eine gute Ehefrau weiß immer, was sich gehört.


Extra!
Mach dass er sich wohlfühlt.
Mach, dass er es sich in einem Sessel bequem macht oder sich im Schlafzimmer ausruht.
Erwarte ihn mit einem heißen Getränk. Klopfe sein Kissen auf und biete ihm an, ihm seine Schuhe auszuziehen.
Rede mit sanfter und angenehmer Stimme.

Publicado en 1953.
Me llegó por medio de un correo electrónico.
Traducción al alemán: Ruth Schwittay
Veröffentlicht 1953.
Ist mir über eine E-Mail zugekommen.
Übersetzung ins Deutsche: Ruth Schwittay

17 ene. 2013


Carta a la Presidenta de la Nación

El Lenguaraz Pablo Denardi, de la comunidad Qompi Naqona'a de Villa Río Bermejito, el Impenetrable, Chaco, el 10 de enero redactó la siguiente carta a la Presidenta de la Nación, Cristina Fernández de Kirchner:


Le escribo en nombre de los que si le escriben, son perseguidos o asesinados. Perdone usted se le moleste, nuestra playa recibe muertos, mientras que usted en algún puerto recibe un imponente barco. Hace 500 años recibimos también a muchos hombres de blanco, que hablaban bien como usted, y como usted también hablaban mucho.


Hace ya tiempo nuestros hermanos acamparon enfrente de su casa, la de color Rosa, acamparon hermanos a los que se les quemó la casa, a los que se los golpeó y mató. Usted no nos recibió, seguramente debía llegar algún otro barco, o quizás algún actor importante había acaparado su atención.

Queremos sepa nos siguen matando, queremos sepa seguimos sufriendo. Jorgelina, la hija de Félix tiene miedo de ir a la escuela, varios ancianos portan secuelas por los golpes dados aquel día de lluvia en la ruta.


Andrés Silva murió por negligencia médica, Galván flotó en el río el 23 de enero de 2012, Imber apareció en la playa este pasado sábado 5 de enero de 2013, y este miércoles 10 de enero Pablo Asijak enterró a su hijo.


Celestina y un bebé de diez meses, en sueños aparecen y nos hacen doler el alma. La joven violada en Espinillo sigue adoleciendo por la injusticia cometida.Y yo un lenguaraz, que tiene su color de piel, odia tener que ver todo este dolor que lo rodea. Quisiera que viera los ojos estos que veo en los rostros de los que hoy son mis hermanos. Quisiera al menos no 6 ni 7 ni 8, sino tan solo una vez usted pueda mirar a los ojos a nuestra comunidad.

Le escribo porque aún creo en las palabras, y por ser uno de los pocos que en lengua castellana le puedo traducir el dolor que aquí se vive. Aquí no llegan los twiter, ni las teleconferencias, la vinchuca da vueltas por nuestro rancho, y esclavos de la lluvia, a veces de sed morimos.

Pero rendidos no estamos, y no es desde la lástima que le escribo. Sino desde el resisto diario con el que alimentamos nuestra lucha. Y aunque pocos escuchan, llegará el tiempo en que haremos una obligación el que nos preste sus oídos. Llegará el tiempo en que el río no nos traiga más dolor. Llegará el color del monte a florecer nuevamente.

Le escribe quien rodeado de muertes, persigue la esperanza de hacer renacer la vida. Lo más terrible se aprende enseguida, lo hermoso nos cuesta la vida.

Aiom nitogoñe kaika carcañipi qom, naroqshe pexaraiq.Lenguaraz Pablo Desde El Impenetrable, Chaco, 10 de enero de 2013
Tomado de:
https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10151230383136270&set=a.98605771269.95995.546961269&type=1&relevant_count=1
Fotos tomadas de:


Brief an die Präsidentin der Nation

Der Dolmetscher Pablo Denardi aus der Gemeinde Qompi Naqona'a in Villa Río Bermejito, im Impenetrable, Chaco, hat am 10. Januar folgenden Brief an die Präsidentin der Nation, Cristina Fernández de Kirchner, aufgesetzt:

Ich schreibe Ihnen im Namen derer, die, wenn sie Ihnen schreiben, verfolgt oder ermordet werden. Entschuldigen Sie, dass ich Sie störe, unser Strand nimmt Tote entgegen, während Sie in irgendeinem Hafen ein imposantes Schiff empfangen. Seit 500 Jahren empfangen auch wir viele Menschen in weiß, die gut sprechen konnten, wie Sie, und wie Sie, redeten sie auch viel.

Schon vor einiger Zeit haben  Geschwister von uns vor Ihrem Haus kampiert, das Rosafarbene; kampiert haben Geschwister, denen das Haus verbrannt worden war, die geschlagen und getötet worden sind. Sie haben sie nicht empfangen, sicherlich mussten Sie zu irgendeinem anderen Schiff kommen, oder vielleicht hat ein wichtiger Schauspieler Ihre Aufmerksamkeit gefordert.

Wir möchten Sie wissen lassen, dass wir weiterhin getötet werden, wir möchten Sie wissen lassen, dass wir weiterhin leiden. Jorgelina, die Tochter von Félix Díaz, hat Angst, in die Schule zu gehen, mehrere alte Menschen tragen an den Folgen der Schläge, die sie am Regentag auf der Landstraße bekommen haben.

Andrés Silva starb wegen medizinischer Fahrlässigkeit, Galván wurde am 23. Januar 2012 vom Fluss angetrieben, Imber wurde letzten Samstag, dem 5. Januar 2013 am Strand gefunden worden und letzten Mittwoch, dem 1. Januar beerdigte Pablo Asijak seinen Sohn.

Celestina und ein zehnmonatiges Baby erscheinen im Traum und machen unserer Seele Schmerz. Die junge Vergewaltigte aus Espinillo leidet weiter unter der erlittenen Ungerechtigkeit.
Und ich, ein Dolmetscher, der seine Hautfarbe hat, hasst die Tatsache, diesen ganzen Schmerz um ihn herum mit anzusehen. Ich wünsche, Sie könnten diese Augen sehen, die ich sehe, und zwar in den Gesichtern derer, die heute meine Geschwister sind. Ich wünsche, Sie könnten nicht 6 oder 7 oder 8-mal, sondern nur einmal in die Augen unserer Gemeinschaft schauen.

Ich schreibe Ihnen, weil ich noch an die Worte glaube, und weil ich einer der wenigen bin, der denSchmerz, der hier erlebt wird, in die spanische Sprache übersetzen kann. Hier erreichen uns weder Twitter noch Telekonferenzen, die Vinchucas [Zecken, die die Chagas-Mazza-Krankheit überträgt]  laufen durch unsere Ranchos, und manchmal sind wir Sklaven des Regens, manchmal sterben wir vor Durst.

Aber wir geben nicht auf, und ich schreibe Ihnen nicht aus dem Mitleid heraus, sondern aus dem täglichen Widerstand, mit dem wir unseren Kampf ernähren. Und auch wenn nur wenige zuhören, es wird die Zeit kommen, in dem wir aus unserer Bitte, uns zu hören, eine verpflichtende Forderung machen  werden. Es wird die Zeit kommen, in dem der Fluss uns keinen Schmerz mehr bringen wird. Es wird die Farbe des Urwalds wieder blühen.

Es schreibt Ihnen derjenige, der von Tod umringt die Hoffnung verfolgt, das Leben neu sprießen zu lassen. Das Schrecklichste erlernt man schnell, das Schöne kostet uns das Leben.
Aiom nitogoñe kaika carcañipi qom, naroqshe pexaraiq.
Dolmetscher Pablo 
Aus dem Impenetrable, Chaco, 10. Januar 2013.
Aus:
https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10151230383136270&set=a.98605771269.95995.546961269&type=1&relevant_count=1 
Fotos aus:
https://www.facebook.com/?ref=tn_tnmn 



8 ene. 2013

 Revolutionäre Klimaanlage: Echt cool

Klimaanlagen sind ein Problemfall: Das darin eingesetzte Kältemittel ist umweltschädlich, die Alternative hochgiftig. Dabei gibt es eine einfache und günstige Lösung - eine Kühlmaschine, die ohne Kältemittel auskommt.


Die gute Fee, die einem drei Wünsche gewährt, gab es bislang nur im Märchen. Jetzt tritt sie erstmals im Motorenbau auf. Wunsch eins: Eine Kältemaschine, die ohne Kältemittel funktioniert. Wunsch zwei: Diese Kältemaschine darf nicht mehr kosten als herkömmliche Klimakompressoren. Wunsch drei: Sie muss zuverlässig und effektiv arbeiten. Und schwuppdiwupp, es gibt so eine Maschine - sie funktioniert ausschließlich mit Luft.

Erfunden hat sie der inzwischen verstorbene Ingenieur Jürgen Schukey bereits Anfang der neunziger Jahre. Schukey entwickelte und konstruierte eigentlich Kunststoffspritzwerkzeuge und grübelte als Nebenbeschäftigung über einen neuen Antriebsmotor nach. Der engagierte Atomkraftgegner ersann dabei eine Maschine, die Abwärme als Antriebsenergie nutzt und auf diese Weise einfach und umweltfreundlich Strom produzieren kann: Er nannte das Gerät Delta-Omega-Motor. Das Konzept der Maschine basiert auf dem physikalischen Gesetz, dass sich Luft erhitzt, wenn sie verdichtet wird, und abkühlt, wenn sie expandiert wird.

„Heute heißt das Ding Schukey-Motor, damit der Erfinder nicht in Vergessenheit gerät“, sagt der Hamburger Unternehmer Reinhard Kupfernagel. Er war lange Jahre mit Schukey befreundet und geschäftlich verbunden. Inzwischen treibt Kupfernagel mit seinem Geschäftspartner Volker Bergholter in der zu diesem Zweck gegründeten Firma Thermodyna die Serienentwicklung des Schukey-Motors voran. Für den Einsatz als Kältemaschine im Auto wäre der geradezu ideal: Er wäre weder größer oder schwerer, noch teurer als ein herkömmlicher Klimakompressor. Er ist sehr robust, weil von den etwa 50 Bauteilen lediglich 16 beweglich sind. Er arbeitet mit einem Wirkungsgrad von mehr als 90 Prozent.

Ein Geschenk des Himmels mit zwei Rotoren?


Der Schukey-Motor müsste der Autoindustrie wie ein Geschenk des Himmels vorkommen, denn seit Mercedes-Benz vor wenigen Wochen verkündet hat, das neue Kältemittel R1234yf nicht mehr in Fahrzeug-Klimaanlagen einzusetzen, herrscht herstellerübergreifende Ratlosigkeit. Bei Tests hatte sich die Chemikalie im Motorraum entzündet, in der Folge war hochgiftige Flusssäure entstanden. Die Problematik war seit Jahren bekannt, wurde jedoch von den Protagonisten ignoriert, denn R1234yf war von der Autoindustrie einhellig als Ersatzstoff für das extrem klimaschädliche R134a ausgewählt worden - mutmaßlich beträchtlich unterstützt durch Lobbyarbeit des Herstellers Honeywell.

Nachdem Mercedes jetzt die besorgniserregenden Testergebnisse veröffentlichte, ist R 1234yf eine Substanz non grata, die Industrie blamiert und kein brauchbares Kältemittel in Sicht.

Das macht den Ansatz des Schukey-Motors, der ganz ohne Chemie auskommt, umso charmanter. Das Prinzip ist verblüffend einfach: In einem runden Gehäuse rotieren zwei ineinandergreifende, vierflügelige Propeller, so dass acht in der Größe variable Kammern entstehen. Die Propeller werden über spezielle Getriebe so bewegt, dass ihre Geschwindigkeit wellenartig zu- und abnimmt, so dass sich das Volumen der Kammern jeweils achtmal je Umdrehung vergrößert und verkleinert. Die Luft in diesen Kammern wird also abwechselnd expandiert und komprimiert und kann an exakt definierten Stellen einströmen oder entweichen.

Ein Multitalent


Setzt man den Schukey-Motor als Wärme-Maschine ein, dient heiße Abluft - zum Beispiel von einem Verbrennungsmotor - als Antriebsenergie; das Aggregat produziert dann aus Abwärme Strom. „Diese Technik könnte in Schiffen zu erheblichen Effizienzsteigerungen führen“, sagt Kupfernagel. In Autos hingegen könnte der Schukey-Motor als Kältemaschine eingesetzt werden.

Ein Beispiel für die Funktionsweise: An einem heißen Sommertag strömt 35 Grad warme Luft aus dem Autoinnenraum in die - für diesen Einsatzzweck elektrisch angetriebene - Maschine. Die Luft wird komprimiert, dadurch noch stärker erhitzt, auf 120 Grad etwa, und durch einen Kühler geleitet. Der kühlt mit Umgebungsluft, die in diesem Fall 35 Grad warm ist. An dieser Stelle kommt ein wenig Thermodynamik ins Spiel, nämlich der Grundsatz: je größer der Temperaturunterschied, desto höher die Kühlleistung.

Man kennt das aus dem Alltag: Wird bei frostigem Winterwetter das Zimmerfenster geöffnet, wird es sehr rasch sehr kalt in der Wohnung. Wenn im Kühler 35 Grad herrschen und 120 Grad heiße Luft einströmt, ist der Effekt ähnlich: Es findet ein Wärmeaustausch statt, die Luft kühlt rasch auf etwa 70 Grad ab. Und diese gekühlte Luft strömt nun zurück in den Schukey-Motor, wird dort wieder expandiert, damit nochmals abgekühlt und tritt mit etwa sieben Grad aus. Die Folge: Die Temperatur im Autoinnenraum sinkt, der Kühleffekt ist da.

Kühlleistung und Temperatur können stufenlos geregelt werden


„Der Wirkungsgrad ist mit dem eines herkömmlichen Klimakompressors vergleichbar“, sagt Kupfernagel. Die Kühlleistung könne über die Drehzahl geregelt werden, die sich stufenlos von null bis 3000 Umdrehungen pro Minute variieren lasse; und auch die gewünschte Temperatur lasse sich über Steuerkanten an den Ein- und Auslassöffnungen der Maschine sehr genau regeln.

Im Testbetrieb läuft der Schukey-Motor derzeit auf einem Prüfstand der Hochschule Hannover, unter der Aufsicht von Ulrich Lüdersen, Professor für Verfahrenstechnik. „Die Maschine funktioniert“, sagt er, „und sie ist auch als Kältemaschine in einem Auto geeignet.“ Besonders effektiv wäre es, würde man zwei Schukey-Motoren als Hybridkältemaschine einsetzen. Der eine Motor würde die Abwärme des Verbrennungsmotors zur Stromerzeugung nutzen, der andere den erzeugten Strom zur Kühlung.

Dafür allerdings reiche es nicht, „wenn man einfach nur den alten Klimakompressor durch einen Schukey-Motor ersetzt, dann müssen auch Drumherum ein paar Dinge verändert werden“, sagt Lüdersen. Von heute auf morgen gehe so etwas nicht, zumal in der Autoindustrie jede Veränderung einen Schwanz an Normierungen, Tests und Freigaben nach sich ziehe. Lüdersen: „Der Prototyp für eine Schukey-Auto-Klimaanlage könnte in spätestens drei Jahren fertig sein.“ Im Prinzip hänge es davon ab, wie groß das Interesse der Autoindustrie ist.

Kaum Interesse bei deutschen Herstellern


Das ist die große Frage. Mercedes-Benz und BMW betrachten ein Kältemittel-freies Klimaaggregat skeptisch. Mercedes sagt SPIEGEL ONLINE, der Schukey-Motor habe „erhebliche Effizienznachteile“, BMW führt den „noch zu geringen technischen Reifegrad“ an.

Dabei hätten die Münchner schon vor zwanzig Jahren die Chance gehabt, den Schukey-Motor nach eigenen Vorstellungen reifen zu lassen. Damals nämlich - das Kältemittel FCKW war kurz zuvor verboten worden - hatten Schukey und Kupfernagel Kontakt zu BMW aufgenommen, um die ohne chemisches Kältemittel funktionierende Maschine vorzustellen. „BMW zeigte sich anfangs sehr interessiert“, erinnert sich Kupfernagel, „dann jedoch wurde das Projekt abrupt gestoppt.“ Auch mit Opel blieben Gespräche damals ergebnislos.

Erst zwei Jahre ist es her, da zeigte sich VW am Schukey-Motor interessiert, doch Konkretes ergab sich auch daraus nicht. Jetzt, nachdem der Karren durch den Daimler-Boykott des neuen Kältemittels vollends im Dreck steckt, meldet sich plötzlich VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech zu Wort und postuliert: „Das richtige Kältemittel ist CO2. Das brennt garantiert nicht.“

Alternative mit Explosionsgefahr


Dafür jedoch fliegt eine CO2-basierte Klimaanlage den Autoinsassen womöglich um die Ohren. Denn wenn Kohlendioxid als Kältemittel eingesetzt werden soll, ist ein Druck von 100 bar nötig. Das bedeutet eine extreme Belastung für alle Bauteile, und ein gewisses Risiko bei Materialermüdungen oder einem defekten Ventil. Der Schukey-Motor arbeitet hingegen mit einem Druck von weniger als drei bar. Und selbst wenn die Ingenieure den Druck zuverlässig bändigen würden - die nötigen Entwicklungsarbeiten und Sicherheitstests würden viel Geld kosten und Jahre dauern. 

„CO2-Klimaanlagen liegen nirgendwo fertig im Regal“, sagt ein Mercedes-Sprecher.
Während die Autoindustrie zaudert, treibt die Firma Thermodyna die Entwicklung der Schukey-Technik in Eigenregie voran. Im nächsten Jahr soll ein stationärer Prototyp auf einem Bauernhof in Niederösterreich in Betrieb gehen und dort mehrere Gebäude klimatisieren. Aktuell gibt es vier Schukey-Motoren, das ausgereifteste Modell läuft auf dem Prüfstand in Hannover. Erst kürzlich war dort eine Delegation des koreanischen Autoherstellers Hyundai zu Besuch, um einen langen Fragenkatalog abzuarbeiten, wie ein Anwesender berichtet. Wer weiß - womöglich ist das erste Auto mit chemiefreier Klimaanlage ein Fabrikat aus Fernost.
Aus: 
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/schukey-motor-klimaanlage-arbeitet-komplett-ohne-chemie-a-868226.html
Text: Jürgen Pander
Fotos: Thermodyna

Bild 1: Schukey-Motor: Ein Blick in die geöffnete, zentrale Kammer des Schukey-Motors, in dem zwei Propeller mit ineinander verschränkten Flügeln (gelb und rot voneinander abgesetzt) mit wechselnden Geschwindigkeiten rotieren, so dass die acht Kammern zwischen den Rotorflügeln abwechselnd größer und kleiner werden.

Imagen 1: Motor Schukey: Una vista a la cámara central abierta del motor Schukey, en la cual dos hélices con palas entrelazadas (diferenciadas por los colores amarillo y rojo) rotan con velocidad variable, de manera que las ocho cámaras entre las palas del rotor aumentan y disminuyen alternativamente. 


Bild 2: Erfinder Schukey: Das Foto zeigt Jürgen Schukey (rechts) mit einem seiner damaligen Mitarbeiter. Schukey konstruierte im Hauptberuf Kunststoff-spritzwerkzeuge und erfand quasi nebenher einen neuen Motor. Er verstarb im vergangenen Jahr.

Imagen 2: El inventor Schukey: La foto muestra a Jürgen Schukey (a la derecha) con uno de sus colaboradores de entonces. En su ocupación principal, Schukey construía herramientas para inyección de plástico y, casi como al pasar, inventó un nuevo motor. Falleció el año pasado.


Bild 3. Auf dem Prüfstand: Das Foto zeigt einen Schukey-Motor mit einem Volumen von acht Litern sowie diverse Zusatzaggregate auf dem Prüfstand der Hochschule Hannover.

Imagen 3: En el banco de prueba: la foto muestra un motor Schukey con un volumen de ocho litros así como diversos agregados adicionales en el banco de prueba de la Escuela Superior de Hanover.

Bild 4: Die vier Grafiken beschreiben das Funktionsprinzip eines Schukey-Motors, wenn er als Kraft-Wärmemaschine eingesetzt wird. Dabei wird heiße Abluft - etwa die eines Schiffsdieselmotors - zum Antrieb der beiden Rotoren genutzt, die sich innerhalb des Gehäuses in wechselnden Geschwindigkeiten drehen. Die Drehbewegung kann dann in elektrische Energie umgewandelt werden - mit der zum Beispiel ein zweiter Schukey-Motor angetrieben werden kann, der dann als Kältemaschine dient.

Imagen 4: Los cuatro gráficos describen el principio de funcionamiento de un motor Schukey, cuando es utilizado como máquina de calefacción. Para ello se aprovecha el aire caliente residual, como el de un motor diesel de un navío, para el accionamiento de ambos rotores, que giran con velocidad variable dentro de la carcasa. El movimiento de rotación se puede transformar en energía eléctrica, con la que se puede accionar, por ejemplo, un segundo motor Schukey, que entonces sirve de máquina refrigeradora.


Bild 5: Entwicklungsarbeit: Derzeit kümmert sich Professor Ulrich Lüdersen, der an der Hochschule Hannover Verfahrenstechnik, Anlagentechnik und Umwelttechnik lehrt, um die Weiterentwicklung des Schukey-Motors. 

Imagen 5: El trabajo de desarrollo: El profesor Ulrich Lüdersen, que dicta Ingenierías de los procesos, de las plantas y del medioambiente en la Escuela Superior de Hanover, se ocupa actualmente del desarrollo del motor Schukey.

Bild 6: Kompakt und einfach: Ausgereift wird ein Schukey-Motor, der als Kältemaschine eingesetzt werden soll, nicht größer sein als ein Klimakompressor vergleichbarer Leistung. Er dürfte jedoch billiger werden, denn der Aufbau ist vergleichsweise schlicht und es gibt lediglich 16 bewegliche Bauteile. Kolben, Ventile oder Nockenwellen sind nicht vorhanden.

Imagen 6: Compacto y simple: Una vez desarrollado, un motor Schukey para ser usado como máquina refrigeradora no será más grande que un compresor de aire acondicionado con un rendimiento comparable. Sin embargo, debería resultar más barato, porque la construcción es comparativamente sencilla y sólo tiene 17 elementos móviles. No hay pistones, ni válvulas o árbol de levas.


Un aire acondicionado revolucionario: sencillamente genial

Los aires acondicionados son un caso problemático: El refrigerante que se usa para ello es perjudicial para el medioambiente, la alternativa altamente venenosa. Pero hay una solución simple y ventajosa - una máquina refrigerante que no necesita refrigerantes.


El hada buena que nos concede tres deseos hasta ahora sólo existía en los cuentos. Ahora por primera vez hace su aparición en el área de las construcciones de motores. Deseo uno: Una máquina refrigeradora que funcione sin refrigerante. Deseo dos. Esta máquina refrigeradora no debe costar más que los usuales compresores de aire acondicionado. Deseo tres: Debe trabajar de manera fiable y eficaz. Y abracadabra, existe una máquina así - funciona exclusivamente con aire.

La inventó el entretanto fallecido ingeniero Jürgen Schukey, ya a comienzos de los años noventa. Schukey en realidad desarrollaba y construía herramientas para inyección de plástico y, como ocupación adicional, se rompía la cabeza en la búsqueda de un nuevo motor de accionamiento. Al comprometido enemigo de la energía nuclear se le ocurrió así una máquina, que aprovecha el calor residual como energía de accionamiento y así puede producir corriente de manera sencilla y amigable al medio ambiente: al aparato le dio el nombre de motor Delta Omega. El concepto de la máquina se basa en la ley física del calentamiento del aire cuando aumenta su densidad, y su enfriamiento, cuando se lo expande.

"Hoy en día esa cosa se llama motor Schukey, para que el inventor no caiga en el olvido", dice el empresario hamburgués Reinhard Kupfernagel. Por muchos años era amigo de Schukey y también estaban relacionados comercialmente. Entretanto Kupfernagel Kupfernagel está impulsando el desarrollo en serie del motor Schukey junto con su socio comercial Volker Bergholter en la empresa Thermodyna, creada para ese fin. La máquina refrigeradora sería ideal para ser incorporada al auto: No sería más grande ni más pesada, ni más cara que un compresor de aire acondicionado común. Es muy fuerte, dado que de los alrededor de 50 componentes sólo 16 son móviles. Trabaja con una eficiencia de más del 90 por ciento.

¿Un regalo del cielo con dos rotores?

El motor Schukey le debería parecer a la industria automotriz como un regalo de cielo, porque desde que Mercedes Benz ha anunciado hace pocas semanas que no se usaría más el nuevo refrigerante R1234yf en aires acondicionados de vehículos, reina el desconcierto entre los productores. Durante las pruebas la materia química se había inflamado en el compartimiento del motor, y a continuación se produjo ácido fluorhídrico, altamente venenoso. La problemática se conocía desde hace años, sin embargo era ignorado por los protagonistas, pues el R1234yf había sido elegido unánimemente por la industria automotriz como remplazante del R134a, extremadamente perjudicial para el medioambiente - presumiblemente con fuerte apoyo del fabricante Honeywell.

Ahora, luego de que Mercedes ahora publicó los preocupantes resultados de las pruebas, el R1234yf es una sustancia non grata, la industria desacreditada y no hay refrigerante utilizable a la vista.

Eso hace tanto más atractiva la idea del motor Schukey, que no necesita elemento químico alguno. El principio es increíblemente sencillo: En una carcaza redonda rotan dos hélices intercaladas de cuatro palas, de manera que se producen ocho cámaras de tamaño variable. Las hélices son puestas en movimiento por medio de mecanismos especiales, de manera tal que su velocidad aumenta y disminuye en forma ondulatoria, lo que hace que el volumen de las cámaras aumenta y disminuye ocho veces durante cada revolución. El aire dentro de estas cámaras es expandido y comprimido alternativamente y puede ingresar o salir en lugares definidos con exactitud.

Un multitalento

Cuando se utiliza al motor Schukey como máquina de calefacción, el aire caliente de escape, por ejemplo de un motor de combustión interna, sirve como energía de accionamiento; luego el agregado produce corriente del calor residual. "Esta técnica podría llevar a considerables aumentos de eficiencia en navíos", dice Kupfernagel. En cambio en autos, el motor Schukey podría ser utilizado como máquina refrigeradora.
Un ejemplo para el modo de funcionamiento: En un día caluroso de verano fluye aire caliente a 35 grados, saliendo del interior del auto hacia la máquina, accionada con electricidad para este fin. El aire es comprimido, por lo cual se calienta más aún, quizás a 120 grados, y es llevado a través de un radiado. Éste enfría con el aire ambiental, que en este caso está a 35 grados. En este momento entra a jugar un poco de termodinámica, es decir, el principio: cuánto más grande la diferencia de temperatura, tanto mayor el rendimiento de refrigeración.

Esto es conocido en la vida cotidiana: Cuando en un día de clima frío invernal se abre la ventana de una habitación, rápidamente se enfría la vivienda. Cuando en el radiador dominan los 35 grados y entra aire a 120 grados, el efecto es similar: se produce un intercambio de calor, el aire de enfría rápidamente hasta llegar a unos 70 grados. Y este aire refrigerado vuelve ahora al motor Schukey, donde es expandido, con lo que se vuelve a enfriar, saliendo con alrededor de siete grados. La consecuencia: La temperatura en el interior del auto disminuye, se ha producido el efecto refrigerante.

El rendimiento refrigerante y la temperatura se regulan de manera continua

"La eficiencia es comparable a un compresor de aire acondicionado común", dice Kupfernagel. El rendimiento refrigerante se puede regular por medio del número de revoluciones, que se pueden variar de manera continua desde cero a 3000 revoluciones por minuto; y también la temperatura deseada se puede regular de manera muy precisa por medio de los bordes de control en los orificios de entrada y salida.

En la actualidad, el motor Schukey funciona de prueba en un banco de pruebas de la Escuela Superior Hanover, bajo la supervisión de Ulrich Lüdersen, profesor de Ingeniería de los Procesos. "La máquina funciona", dice, "y también es apropiada como máquina refrigeradora de un auto". Se lograría una efectividad especial, si se utilizaran dos motores Schukey como máquinas refrigeradoras híbridas. Uno de los motores aprovecharía el calor residual del motor de combustión interna para la producción de corriente, el otro la corriente producida para la refrigeración.
Es cierto que no alcanzaría, "cambiar simplemente el viejo compresor de aire acondicionado por un motor Schukey, también se tendrían que cambiar algunas cosas alrededor", explica Lüdersen. Eso no se puede hacer de un día para otro, máximo cuando en la industria automotriz cada cambio lleva a toda una lista de normativas, pruebas y liberaciones. Lüdersen: "El prototipo de un aire acondicionado Schukey para autos podría estar listo en máximo tres años." En principio depende de cuánto interés tenga la industria automotriz.

Poco interés de los fabricantes alemanes

Esta es la gran pregunta. Mercedes-Benz y BMW ven con escepticismo un agregado para el aire acondicionado libre de refrigerantes. Mercedes le dijo a SPIEGEL ONLINE, que el motor Schukey tiene "significativas desventajas de eficiencia", BMW menciona el "aún bajo nivel de maduración técnica".

Esto, siendo que los muniquenses ya hace veinte años atrás hubieran tenido la oportunidad de madurar el motor Schukey según sus propias ideas. En aquel entonces, poco antes se había prohibido el refrigerante FCKW, Schukey y Kupfernagel habían buscado el contacto con BMW, para presentarlos la máquina con un funcionamiento son refrigerantes químicos. "Al principio, BMW se mostró muy interesada", recuerda Kupfernagel, "pero después el proyecto se frenó abruptamente." También con Opel, aquella vez las conversaciones no tuvieron resultados.

Recién hace dos años, cuando VW se mostró interesada en el motor Schukey, pero no resultó nada concreto de ello. Ahora, cuando el carro está totalmente enterrado por el boicot de Daimler al nuevo refrigerante, de pronto se hace oír el jefe de la Junta Directiva de VW, Ferdinand Piech, postulando: "El refrigerante correcto es el CO2. Ese seguro no se va a inflamar."

La alternativa con peligro de explosión

A cambio, un aire acondicionado basado en CO2 posiblemente termine volando alrededor de los ocupantes del auto. Porque cuando se quiera usar el dióxido de carbono como refrigerante, se necesita una presión de 100 bares. Esto significa una carga extrema para todos los componentes y un cierto riesgo en caso de fatiga del material o de una válvula fallada. En cambio, el motor Schukey trabaja con una presión menor a tres bares. Y aún en caso de que los ingenieros puedan dominar la presión de manera confiable - Los trabajos necesarios de desarrollo y las pruebas de seguridad costarían mucho dinero y podrían tardar años. "Los aire acondicionados con CO2 no se encuentran en ningún lugar listos para su uso", dice un vocero de Mercedes.

Mientras la industria automotriz duda, la empresa Thermodyna avanza con el desarrollo de la técnica Schukey por cuenta propia. Durante el próximo año se espera poner en marcha un prototipo fijo en una granja de Austria Baja, para usarlo como aire acondicionado en varios edificios. En la actualidad existen cuatro motores Schukey, el modelo más avanzado marcha en el banco de pruebas de Hanover. Hace poco, una delegación del fabricante coreano de autos Hyundai hizo allí una visita, para realizar una larga lista de preguntas, como informó un asistente. Quién sabe - el primer auto con aire acondicionado libre de productos químicos quizá sea una fabricación del Lejano Oriente.
Tomado de: 
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/schukey-motor-klimaanlage-arbeitet-komplett-ohne-chemie-a-868226.html
Texto: Jürgen Pander
Traducción: Ruth Schwittay
Fotos: Thermodyna 

1 ene. 2013


Discurso de Pepe Mujica en Río

El discurso ya se está considerando histórico, Mujica habló ante una audiencia de mandatarios que con desgano escucharon las verdades brutales que les decía, recién a días del discurso, la prensa internacional y el mundo comienzan a tener en cuenta que no fue un simple discurso el que dijo el presidente uruguayo.

Autoridades presentes de todas la latitudes y organismos, muchas gracias. Muchas gracias al pueblo de Brasil y a su Sra. presidenta, Dilma Rousseff. Muchas gracias también, a la buena fe que han manifestado todos los oradores que me precedieron. Expresamos la íntima voluntad como gobernantes de apoyar todos los acuerdos que, esta, nuestra pobre humanidad pueda suscribir.

Sin embargo, permítasenos hacer algunas preguntas en voz alta.

Toda la tarde se ha hablado del desarrollo sustentable. De sacar las inmensas masas de la pobreza. ¿Qué es lo que aletea en nuestras cabezas? ¿El modelo de desarrollo y de consumo que queremos es el actual de las sociedades ricas?

Me hago esta pregunta: ¿qué le pasaría a este planeta si los hindúes tuvieran la misma proporción de autos por familia que tienen los alemanes? ¿Cuánto oxígeno nos quedaría para poder respirar?

Más claro: ¿tiene el mundo los elementos materiales como para hacer posible que 7 mil u 8 mil millones de personas puedan tener el mismo grado de consumo y de despilfarro que tienen las más opulentas sociedades occidentales? ¿Será eso posible? ¿O tendremos que darnos otro tipo de discusión?

Hemos creado esta civilización en la que hoy estamos: hija del mercado, hija de la competencia y que ha deparado un progreso material portentoso y explosivo. Pero la economía de mercado ha creado sociedades de mercado. Y nos ha deparado esta globalización, cuya mirada alcanza a todo el planeta.

¿Estamos gobernando esta globalización o ella nos gobierna a nosotros? ¿Es posible hablar de solidaridad y de que “estamos todos juntos” en una economía que basada en la competencia despiadada? ¿Hasta dónde llega nuestra fraternidad?

No digo nada de esto para negar la importancia de este evento. Por el contrario: el desafío que tenemos por delante es de una magnitud de carácter colosal y la gran crisis que tenemos no es ecológica, es política.

El hombre no gobierna hoy a las fuerzas que ha desatado, sino que las fuerzas que ha desatado gobiernan al hombre. Y a la vida. No venimos al planeta para desarrollarnos solamente, así, en general. Venimos al planeta para ser felices. Porque la vida es corta y se nos va. Y ningún bien vale como la vida. Esto es lo elemental.

Pero la vida se me va a escapar, trabajando y trabajando para consumir un “plus” y la sociedad de consumo es el motor de esto. Porque, en definitiva, si se paraliza el consumo, se detiene la economía, y si se detiene la economía, aparece el fantasma del estancamiento para cada uno de nosotros.

Pero ese híper consumo es el que está “agrediendo” al planeta. Y tienen que generar ese híper consumo, cosa de que las cosas duren poco, porque hay que vender mucho. Y una lamparita eléctrica, entonces, no puede durar más de 1000 horas encendida. ¡Pero hay lamparitas que pueden durar 100 mil horas encendidas! Pero esas no, no se pueden hacer; porque el problema es el mercado, porque tenemos que trabajar y tenemos que sostener una civilización del “úselo y tírelo”, y así estamos en un círculo vicioso.

Estos son problemas de carácter político. Nos están indicando que es hora de empezar a luchar por otra cultura. No se trata de plantearnos el volver a la época del hombre de las cavernas, ni de tener un “monumento al atraso”. Pero no podemos seguir, indefinidamente, gobernados por el mercado, “sino que tenemos que gobernar al mercado”.

Por ello digo, en mi humilde manera de pensar, que el problema que tenemos es de carácter político. Los viejos pensadores –Epicúreo, Séneca y también los Aymaras– definían: “pobre no es el que tiene poco sino el que necesita infinitamente mucho”. Y desea más y más.

“Esta es una clave de carácter cultural”.

Entonces, voy a saludar el esfuerzo y los acuerdos que se hagan. Y lo voy acompañar, como gobernante. Sé que algunas cosas de las que estoy diciendo “rechinan”. Pero tenemos que darnos cuenta de que la crisis del agua y de la agresión al medio ambiente no es la causa. La causa es el modelo de civilización que hemos montado.
Y lo que tenemos que revisar es nuestra forma de vivir.

Pertenezco a un pequeño país muy bien dotado de recursos naturales para vivir. En mi país hay poco más de 3 millones de habitantes. Pero hay unos 13 millones de vacas, de las mejores del mundo. Y unos 8 o 10 millones de estupendas ovejas. Mi país es exportador de comida, de lácteos, de carne. Es una penillanura y casi el 90% de su territorio es aprovechable.

Mis compañeros trabajadores, lucharon mucho por las 8 horas de trabajo. Y ahora están consiguiendo las 6 horas. Pero el que tiene 6 horas, se consigue dos trabajos; por lo tanto, trabaja más que antes. ¿Por qué? Porque tiene que pagar una cantidad de cosas: la moto, el auto, cuotas y cuotas y cuando se quiere acordar, es un viejo al que se le fue la vida. Y uno se hace esta pregunta: ¿ese es el destino de la vida humana? ¿Solamente consumir?

Estas cosas que digo son muy elementales: el desarrollo no puede ser en contra de la felicidad. Tiene que ser a favor de la felicidad humana; del amor a la tierra, del cuidado a los hijos, junto a los amigos. “Y tener, sí, lo elemental”.

Precisamente, porque es el tesoro más importante que tenemos. Cuando luchamos por el medio ambiente, tenemos que recordar que el primer elemento del medio ambiente se llama “felicidad humana”.
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Pepe Mujica's Rede in Rio:

Die Rede ist schon in die Geschichte eingegangen. Mujica sprach vor Führungskräften, die die brutalen Wahrheiten, die er ihnen sagte, nur mit Widerwillen hörten, und erst jetzt, Tage nach der Rede, beginnt die internationale Presse und die Welt zu merken, dass es nicht einfach eine Rede war, die der uruguayische Präsident da geäußert hat:

Anwesende Obrigkeiten aller Breitengrade und Organismen, vielen Dank. Vielen Dank an das Volk Brasiliens und an seine Frau Präsidentin, Dilma Rousseff. Ich danke auch ganz herzlich dem guten Glauben, den alle Redner vor mit geäußert haben. Wir drücken als Regierende unseren persönlichen Willen aus, alle Abkommen zu unterstützen, die diese unsere arme Menschlichkeit unterzeichnen kann.

Nichtsdestotrotz, erlauben Sie uns, einige Fragen laut auszusprechen.

Den ganzen Nachmittag über wurde von nachhaltiger Entwicklung gesprochen. Davon, riesige Massen aus der Armut zu holen. Was schwebt uns dabei durch unsere Köpfe? Ist das Entwicklungs- und Konsummodell, das wir erreichen wollen, das Heutige der reichen Gesellschaften?

Ich stelle mir diese Frage: Was würde diesem Planeten widerfahren, wenn die Hindus dasselbe Verhältnis an Autos pro Familie hätten, wie die Deutschen? Wie viel Sauerstoff bliebe uns zum Atmen übrig?

Deutlicher: Verfügt die Welt über die materiellen Elemente, damit überhaupt die Möglichkeit besteht, dass 7 oder 8 Milliarden Menschen denselben Konsum- und Vergeudungsgrad erreichen können, wie die westlichen Wohlstandsgesellschaften? Wird dies möglich sein? Müssen wir uns nicht einer anderen Diskussion stellen?

Wir haben diese Zivilisation geschaffen, in der wir heute leben: Sie ist die Tochter des Marktes, Tochter des Wettbewerbs und hat uns einen ungeheuren und explosiven Fortschritt beschert. Aber die Marktwirtschaft hat Marktgesellschaften erzeugt. Und hat uns diese Globalisierung gegeben, deren Blick sich über den ganzen Planeten erstreckt.

Regieren wir eigentlich diese Globalisierung oder regiert sie uns? Kann man von Solidarität sprechen und davon, dass „wir alle zusammen“ in einer Wirtschaft sind, die auf rücksichtslosen Wettbewerb gegründet ist? Wie weit reicht unsere Geschwisterlichkeit?

Nichts von dem, was ich hier sage, soll die Bedeutung dieser Veranstaltung leugnen. Im Gegenteil: Die Herausforderung, die uns bevorsteht, hat eine kolossale Größenordnung und die große Krise, in der wir stecken, ist nicht ökologisch, sondern politisch.

Der Mensch regiert heute nicht mehr die Kräfte, die er ausgelöst hat, sondern die von ihm ausgelösten Kräfte regieren den Mensch. Und das Leben. Wir kommen nicht auf diesen Planeten, nur um uns zu entwickeln, so, im Allgemeinen. Wir kommen auf diesen Planeten, um glücklich zu sein. Denn das Leben ist kurz und läuft uns davon. Und kein Gut ist mehr wert als das Leben. Das ist das Wesentliche.

Aber das Leben entläuft mir, indem ich arbeite und arbeite, um ein „Plus“ zu konsumieren und die Konsumgesellschaft ist der Motor dazu. Denn letztendlich, wenn der Konsum gebremst wird, stoppt die Wirtschaft, und wenn die Wirtschaft gestoppt wird, erscheint das Gespenst der Stagnation für jeden Einzelnen von uns.

Aber dieser Hiper Konsum ist es, der den Planeten „angreift“. Und so müssen sie diesen Hiper Konsum erzeugen, so dass die Dinge nur kurz halten, denn es muss viel verkauft werden. Und eine elektrische Glühbirne darf also nicht über mehr als 1000 Brennstunden halten. Es gibt aber Glühbirnen, die 100 Tausend Brennstunden halten! Aber diese nicht, diese kann man nicht machen; denn das Problem ist der Markt, denn wir müssen arbeiten und müssen eine Zivilisation des „Gebrauchen-und-Wegwerfens“ aufrechtzuerhalten, und so befinden wir uns in einem Teufelskreis.

Dies sind Probleme politischen Charakters. Wir werden darauf hingewiesen, dass es Zeit ist, den Kampf für eine andere Kultur zu beginnen. Es geht nicht darum, wieder zurück in die Zeiten des Höhlenmenschen zurückzukehren, auch nicht darum, ein „Monument der Rückschrittlichkeit“ zu erstellen. Aber wir können nicht auf unbestimmte Zeit vom Markt regiert werden, „sondern müssen den Markt regieren“.

Darum sage ich, in meiner bescheidenen Denkart, dass unser Problem von politischem Charakter ist. Alte Denker –Epikur, Seneka und auch die Aymaras– definierten: „Arm ist nicht, der wenig besitzt, sondern der unendlich viel braucht“. Und der sich mehr und immer mehr wünscht.

„Dies ist ein Schlüssel kulturellen Charakters“.

So werde ich also die Anstrengungen und die Abkommen begrüßen, die gemacht werden. Und werde sie als Regierender begleiten. Ich weiß, dass einige Dinge, die ich sage, „knirschen“. Aber wir müssen begreifen, dass die Krise des Wassers und des Angriffs auf die Umwelt nicht der Grund sind. Der Grund ist das Zivilisationsmodell, das wir geschaffen haben. Und was wir überprüfen müssen, ist unsere Lebensart.

Ich gehöre zu einem kleinen Land, gut ausgestattet mit Naturschätzen zum Leben. In meinem Land gibt es etwas mehr als 3 Millionen Einwohner. Aber es gibt um die 13 Millionen Kühe, von den Besten weltweit. Und um die 8 oder 10 Millionen wunderbarer Schafe. Mein Land exportiert Lebensmittel, Milchprodukte und Fleisch. Es ist eine Fastebene und beinahe 90 % der Fläche ist nutzbar.

Meine Arbeitskumpel haben viel für die 8-Stunden-Arbeitszeit gekämpft. Und jetzt erreichen sie gerade den 6 Stunden-Arbeitstag. Aber wer 6 Stunden hat, besorgt sich zwei Arbeitsstellen; er arbeitet also mehr als vorher. Warum? Weil er eine Menge Sachen bezahlen muss: Das Motorrad, das Auto, Raten und Raten, und ehe er sich versieht, findet er sich als ein Alter wieder, dem das Leben davongelaufen ist. Und da stellt man sich diese Frage: Ist dies das Schicksal des menschlichen Lebens? Nur konsumieren?

Diese Sachen, die ich sage, sind grundlegend: Die Entwicklung kann nicht gegen das Glück gehen. Sie muss für das menschliche Glück sein; für die Liebe zur Erde, für die Betreuung der Kinder, mit Freunden. „Und, ja, das Wesentliche aufweisen“.

Eben deshalb, weil es der bedeutendste Schatz ist, den wir haben. Wenn wir für die Umwelt kämpfen, müssen wir daran denken, dass das erste Element der Umwelt „menschliches Glück“ heißt.
Für noch so eine Krise wie diese!
Übersetzung: Ruth Schwittay
Foto: http://kaosenlared.net/america-latina/item/42024-video-discurso-de-pepe-mujica-en-r%C3%ADo-%2020.html